Sehr geehrte Damen und Herren Die Prinzipien des «Lean Management» werden seit den Neunzigerjahren in der Wirtschaftswelt angewendet. Mit etwas Verzögerung haben diese ursprünglich aus Japan stammenden Produktions- und Organisationsmethoden nun auch in der schweizerischen Kraftwerksindustrie Einzug gehalten. An unserem Forums-Treff am 31. August 2021 erklären eine Expertin und ein Experte, was Lean Management ist und was bei der Anwendung in Kernkraftwerken besonders ist. Der Forums-Treff findet online statt. Alle Details finden Sie auf unserer Website. Im Weiteren geht es heute neben Deutschland um Bill Gates sowie um Verlogenheit und den Kampf dagegen. Freundliche Grüsse, Nuklearforum Schweiz Wird Bill Gates es richten? Zuerst die schlechte Nachricht: Für zwei Kernkraftwerke in den USA scheint sowohl die Unterstützung auf bundesstaatlicher als auch auf nationaler Ebene zu spät zu kommen. Für bessere Nachrichten sorgt Bill Gates. Mit der Standortwahl für ihren ersten Reaktor könnte Gates’ Firma TerraPower mehr neue Jobs erschaffen, als durch die Schliessung des Kohlekraftwerks in der gleichen Gemeinde verloren gehen. Diesem Projekt ist auch «Atomic Insights» nachgegangen. Für weitere Schlagzeilen sorgt ein anderes von Gates finanziertes Unternehmen, bei dem es um saubere Energie im Allgemeinen geht. Gemäss «The Hill» will er damit ein Gesetzespaket unterstützen, mit dem über 100 Mrd. Dollar in die Energie- und Netzinfrastruktur investiert würden. Widersprüchliches aus Deutschland… Dass die Energiewende in Deutschland Probleme hat bzw. macht, weiss nicht nur unsere Leserschaft. Während sich Solarstrom und Landwirtschaft in die Quere kommen, «fressen» die Kohlekraftwerke das deutsche Klimabudget auf. Angesichts dieser Tatsachen ist die Frage, die der «Mitteldeutsche Rundfunk» stellt, mehr als berechtigt. Mit ihrer Forderung «Erhaltet unsere Zukunft» meint die «Junge Freiheit» unter anderem den Ausstieg aus dem Atomausstieg. Auch der preisgekrönte ehemalige Chefredaktor der «Zeit» findet: «Wir brauchen die Atomkraft noch». Demgegenüber stehen zum Beispiel die dogmatische Forderung, bei der Wasserstoffproduktion auf keinen Fall Atomstrom aus dem Ausland einzusetzen, oder der sozialdemokratische Kanzlerkandidat, der Stolz ist auf seinen jahrzehntelangen Kampf gegen die Kernenergie. …aus Belgien, von der EU und den USA und aus Schottland «Belgien brennt» betitelt die dortige Ökomodernismus-Bewegung ihre Warnungen vor dem baldigen Atomausstieg des Landes. Angesichts der Bemühungen der EU, in allen möglichen Belangen grüner und nachhaltiger zu sein, mutet es leicht zynisch an, dass EU-Beamte künftig mehr Budget für Privatflüge haben sollen. Auch die USA wollen bekanntlich ihre Emissionen senken. Dass der nationale Sicherheitsberater die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) auffordert, mehr Erdöl zu fördern, wirft Fragen auf. Und wenn sich das Austragungsland des nächsten UN-Klimagipfels gegen britische Pläne zur Ölförderung vor seiner Küste wehren muss, hat das ebenfalls ironische Züge. Zum Klimagipfel selbst haben wir aus gut unterrichteter Quelle erfahren, dass der Nuklearindustrie der Zugang verwehrt wird. Die Online-Petition gegen diesen Ausschluss der zweitgrössten Quelle sauberen Stroms läuft bereits. Doch warum eigentlich? Warum die Kernenergie so unbeliebt ist, fragen wir uns ständig. «The Economist» hat ein Video zu den Mythen der Kernenergie veröffentlicht. «Kernenergie ist sauber und sicher. Warum nutzen wir sie nicht mehr?», fragt das Portal «CNET». Wer von der Sicherheit nicht überzeugt ist, sollte sich die Zahlen in diesem Blogbeitrag ansehen. Der Atomausstieg müsse rückgängig gemacht werden, meint ein Kommentar der «Korea Times». Internationale Klimaziele können ohne Kernenergie nicht erreicht werden, findet gar die Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen. |